Aus Liebe zur Umwelt

Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.
(Zitat: Mahatma Gandi)

Doch um etwas zu ändern, müssen wir uns erst mit der unbequemen Wirklichkeit auseinandersetzen. Wir wollen euch ein paar Fakten über Mikroplastik und die Rolle der Textilindustrie zeigen, und erklären, wie unser ökologischer Weg in der Herstellung unserer Eigenproduktionen aussieht:

Quelle: Greenpeace
Quelle: Greenpeace


Rund 65 Prozent aller Textilfasern auf dem Weltmarkt sind aus synthetischen Chemiefasern – das bedeutet: aus Kunststoff. Zu ihnen zählen neben Polyester auch Polyamid oder Polyacryl. Im Jahr 2015 wurde allein für ihre Produktion 98 Millionen Tonnen Öl benötigt. Nach Schätzungen sollen es im Jahr 2050 ganze 300 Millionen Tonnen sein (Quelle: Ellen Macarthur Foundation).

Die Textilindustrie gehört zu den größten Verursachern weltweiter Umweltverschmutzung. 1,2 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente produzierte sie im Jahr 2015. Das sind mehr Treibhausgase als die internationalen Flüge und die Schifffahrt zusammen verursachen. Und die Zahlen klettern immer weiter in die Höhe.

Quelle: International Union of Conservation of Nature (IUCN)
Quelle: International Union of Conservation of Nature (IUCN)

Wusstest du, dass Fasern aus synthetischer Kleidung damit als Hauptquelle des Mikroplastiks im Meer dienen? Einmal ins Meer gelangt, werden die langlebigen Kunststoffpartikel nicht nur von Meeresorganismen aufgenommen: als Träger von Giftstoffen und Bakterien, verbreiten sie die gesundheitsschädigende und umweltfeindliche Bestandteile weiter.

Zum Vergleich: Nur 2 % der Kosmetik ist für das Mikroplastik im Meer verantwortlich.

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik werden in Deutschland rund 95 % des Mikroplastiks durch die Kläranlagen aus dem Abwasser gefiltert. Dennoch gelangt etwa ein Drittel dieses Mikroplastiks am Ende über den Klärschlamm als Düngemittel zurück in die Umwelt.

Quelle: WWF
Quelle: WWF

Die vom WWF beauftragte Studie „No Plastics in Nature: Assessing Plastic Ingestion from Nature to People“ basiert auf einer Untersuchung der University of Newcastle Australia. Diese hat ergeben, dass Menschen im globalen Durchschnitt bis zu 2000 kleine Plastikteilchen in der Woche aufnehmen. Das entspricht ca. 21 Gramm pro Monat und etwas mehr als 250 Gramm Plastik im Jahr. Oder auch: 5 Gramm Mikroplastik in der Woche, was etwa das Gewicht einer Kreditkarte entspricht.

Ist das alles nicht furchtbar erschreckend? Ja. Und das fanden wir auch. Aber wir alle können etwas daran ändern. Besonders wir Nähverliebten. Dabei müssen wir nicht gleich die Welt retten, es reicht schon, wenn jeder für sich ein wenig auf seine eigene Welt achtet.

Selber nähen ist mehr als einfacher Zeitvertreib. Wer selbst näht, entscheidet sich gegen klassische Wegwerfkleidung. Dabei muss man nicht gleich radikal sein und seinen ganzen Kleiderschrank komplett mit selbst genähten Kleidungsstücken bestücken. Doch jedes Teil, das wir für uns oder unsere Lieben selber nähen, ersetzt ein Teil, das wir in klassischen Modeläden eingekauft hätten. Jedes selbst gemachte Kleidungsstück ist damit auch eine Ablehnung gegenüber einer großen Textilindustrie voller sozialer und ökologischer Ausbeutung.
Jedes noch so kleine Nähwerk ist eine Hommage an unsere Individualität, ist ein kreatives kleines Meisterstück, frei von uns zusammengestelt, fair und mit Liebe genäht. Es ist ein kleines Weltverbesserungsstück.

Als wir Stofflama gegründet haben, war uns schnell klar, dass wir nicht Teil dieser ausbeuterischen Textilindustrie werden wollten. Wir wollten es besser machen. Für uns. Für euch. Und für Mutter Natur. Und das klappt.

Wie wir produzieren

Jede Eigenproduktion wird bei uns besonders umweltschonend produziert. Dabei verwenden wir kein Wasser, was eine große Ausnahme in der Textilbranche ist! Durch dieses moderne Verfahren können wir den Energieverbrauch und die Verwendung von einigen chemischen Substanzen reduzieren.

Alle von uns verwendeten Pigment-Tinten sind geruchlos und auf wasserbasis erstellt. Und selbstverständlich haben alle unsere Eigenproduktionen ein OEKO-TEX – Zertifikat.

Doch damit nicht genug: unser verwendeter Jersey besteht zu 100% aus Baumwolle. Er enthält weder Lycra, noch Elastan oder andere Kunstfasern und ist somit natürlich unbedenklich. Ohne Plastik, ohne Erdöl. Trotzdem ist er bedingt dehnbar und ermöglicht dir klassische für Jersey ausgelegte Schnittmuster zu verwenden. Ist das Schnittmuster überaus figurbetont angedacht, empfehlen wir dir eine Nummer größer zu nähen.

Und weil wir ausschließlich auf Nachfrage produzieren, ermöglicht uns dies ebenfalls eine gute Ökobilanz. Denn was nicht gebraucht wird, muss auch nicht Ressourcen verbrauchen.
Das tut wiederrum Mutter Natur gut.

Fünf Millionen Pakete versenden die Deutschen statistisch pro Tag.
Eine ganze Menge, nicht wahr? Die Zahl war uns noch nicht bekannt gewesen, als wir Stofflama gegründet hatten. Dennoch stand für uns von Beginn an fest: als modernes (Mini)Unternehmen wollten wir so umweltschonend produieren und versenden, wie es nur möglich ist.

Und es ist möglich!

Wir versenden ausschließlich mit 100% kompostierbaren Versandmaterial. Damit sind wir absolut plastikfrei.
Wir wollen nicht, dass unsere Stoffe in Folien gewickelt werden und in einmalig verwendete Plastiktaschen bei euch ankommen. Einmal aufgerissen, ab in den Müll, und dann? Wir können nicht einerseits auf Einkaufstüten aus Plastik verzichten, aber als Unternehmen dann Stoffe in selbigen packen und euch zukommen lassen.
Nein, es stand außer Frage, dass wir dies nicht so umsetzen wollten.

Die Lösung ist einfach wie innovativ: Graspapierkartons.

Der Vorteil dieser tollen Kartons ist, dass hierfür keinerlei Holz verwendet werden muss. Praktisch jeder Grünschnitt einer Wiese kann hierfür verwendet werden.
Auch Wasser wird damit gespart: pro Tonne Graspapier sind nur zwei Liter Wasser nötig. Die gleiche Menge Papier aus Zellstoff, also Holz, 6.000 Liter Wasser verbraucht.
Doch das ist noch nicht alles.

Rund 6.000 Kilowatt Strom werden in etwa bei der Gewinnung von einer Tonne Zellstoff aus Holz verbraucht. Bei einer entsprechenden Menge Gras-Pellets kommt man mit 137 Kilowatt aus. Außerdem wird bei der Herstellung der Graspellets auf chemische Zusatzstoffe verzichtet – bei Holz ist dies leider nicht möglich.

Gute Gründe also für unsere Graspapierkartons.

Doch auch unser Paketband ist kompostierbar und wird aus faserverstärktem Papier hergestellt. Selbst der verwendete Kleber ist ökofreundlich. 
So könnt ihr tatsächlich unser Verpackungsmaterial komplett auf dem Kompost entsorgen.

Trotzallem versuchen wir unseren ökologischen Fußabdruck ständig zu optimieren. Aus Überzeugung und aus Liebe zur Vielfalt produzieren wir für euch mit Herz.